
Vor wenigen Tagen hatte ich ein Gespräch mit einem Experten für Trends im Internet-Suchverhalten von Technikern.
Er trat nachdrücklich für seine Meinung ein, dass Techniker bevorzugt in beruflichen Netzwerken nach Inhalten suchen. Nur so könnte ich künftig meine Leser erreichen. Ob ich nicht dort auch schon mit meinen Veröffentlichungen vertreten sei?
Ich verneinte - was bei ihm auf großes Unverständnis stieß.
Nach dem Gespräch wurde mir klar, dass es wohl an der Zeit sei, aufzuschreiben, warum ich mit meinen Beiträgen nur in ausgewählten gedruckten Werken, in meinen virtuellen Workshops und über meine Website an die Fachöffentlichkeit trete.
Hier ist sie nun - meine Sicht auf das Thema.
1. Historisches
Meine Website www.diamcons.com ist ein Internet-Auftritt mit sehr langer Tradition. Sie ist seit 29 Jahren praktisch ununterbrochen online erreichbar; am Beginn noch unter dem Titel „Technik für Praktiker“ (Wer einen Blick ins Internet Archiv machen will, kann dies hier gerne tun.)
Es war für mich ab dem Jahr 1997 immer wieder eine große Freude, mit meinen Informationen eine große Zahl von interessierten Experten zu erreichen. Die nach einfacher Anmeldung frei zugängliche Rubrik hieß schon damals nicht zufällig „Expertenzentrum“.
Meine Kenntnisse der Web-Programmierung waren damals sehr gering. Ich war froh, in dem damals noch jungen Gebiet kompetente Hilfe bei einem Zivilingenieur gefunden zu haben, der meine Website technisch betreute.
Ich konnte mich - in abendlichen Stunden und an den Wochenenden - auf das Schreiben von Fachtexten und die Beantwortung von Fragen konzentrieren. Eine klare Arbeitsteilung - ich hatte mit meinem Teil ohnehin genug zu tun.
Für alle die sich an die Zeit nicht mehr erinnern, oder aufgrund des Lebensalters diese Zeit nur aus Erzählungen kennen: Es gab keine „sozialen Medien“, keine beruflichen Netzwerke, keine Videoplattformen, usw. - nur das „freie Internet“. Die ersten Suchmaschinen, mit aus heutiger Sicht bescheidenen Algorithmen, waren eben erst entstanden.
2. Schaufenster meines Angebots
Diese Website wurde mit dem Beginn der operativen Tätigkeit meines Ingenieurbüros für Physik im Jahr 2002 zum „Schaufenster“ meines Angebots an Dienstleistungen.
Nunmehr auf neuer Basis (Content Management Systeme waren schon erfunden), mit einem für die technische Betreuung notwendigen neuen Experten, wurden auch die Rubriken meiner Veröffentlichungen weiter ausgebaut.
Nur nebenbei: Ich war immer, und bin bis heute froh, diese Bereiche aus kommerziellen Gründen nicht hinter einer Bezahlschranke verbergen zu müssen.
Natürlich entstanden in diesen Jahren - wie ja allgemein bekannt - berufliche und auch „soziale“ Netzwerke, wie auch andere text-, bild- und videobasierte Plattformen, die das Internet nutzen. Mit dem Risiko - und das ist uns wohl allen bekannt - als Nutzer einer Plattform immer mehr zum Datenlieferanten für die Betreiber der Plattform und deren Kunden zu werden. „Freiheiten“ könnten dadurch durch Filterblasen ersetzt werden.
Egal, ob man als Nutzer oder als Anbieter von Inhalten die Plattform betritt.
3. Überlastung vorprogrammiert
Schon alleine diese Tatsachen hielten mich schon seinerzeit davon ab, meine „Netzaktivitäten“ in diese Richtungen auszudehnen.
Darüber hinaus konnte ich mir nicht vorstellen, woher ich die Zeit nehmen sollte, die Inhalte in allen diesen Netzwerken laufend zu aktualisieren alle eintreffenden Anfragen und Kommentare nach meinen eigenen Qualitätsanforderungen zu bearbeiten; neben meinen Projekten des Ingenieurbüros und der übrigen Publikationstätigkeit. Das kann ich mir auch heute noch nicht vorstellen!
4. Meine Arbeiten heute
Seit wenigen Jahren arbeite ich als freier Fachautor und Leiter virtueller Workshops. (siehe dazu auch den kleinen Text mit dem Titel: „In eigener Sache“)
Ich konzentriere mich auf das Studium, die vergleichende Analyse und - so hoffe ich - auf die möglichst verständliche Aufbereitung von technischen Gesetzen, anerkannten Regeln der Technik und wissenschaftlich-technischen Veröffentlichungen. Und auch auf mein Angebot an virtuellen Workshops.
Dazu kam in den letzten beiden Jahren eine Ausweitung meiner Interessen auf die Darstellung von Inhalten zur Klimakatastrophe und (fast) allen damit zusammenhängenden Themen. Unter Nutzung einer Reihe von internationalen und europäischen Datenquellen.
5. RSS-Technologie - eine effektive Hilfe
Und dann kam mir ein Gedanke. Die rascheste und lückenlose Information der Leser meiner Beiträge über neue Inhalte unmittelbar nach deren Erscheinen, könnte doch mittels so genannten RSS-Feeds erfolgen. Ohne Rückgriff auf andere Plattformen, versandt direkt von meiner Website. Zusätzlich zu meinem „Newsletter“, den ich nur in größeren Zeitabständen verteile.
Gedacht - getan!
Seit dem Jahr 2025 gibt es die Möglichkeit, dass Informationen über Neuerscheinungen mit so genannten RSS-Feeds, an alle, die dies möchten, ausgeliefert werden.
RSS ist eine schon lange etablierte Technologie, die keine komplizierte Anmeldung erfordert. Man lädt den RSS-Link aus der gewünschten Seite meines Webauftritts, kopiert diesen in sein E-Mail-System oder in den RSS-Reader seines Internet Browsers und wird automatisch informiert, wenn auf der Seite neue Inhalte angeboten werden.
Ohne neuerlichem Suchen, ohne ein „soziales Medium“ aufzurufen oder in einer beruflichen Plattform irgendwelche „Erinnerungen“ zu setzen.
6. Schluss und Bitte
Damit bleibt auch weiterhin meine Website und meine E-Mail-Adresse mein einziger Internet-Kommunikationskanal, den ich wie auch die Interessenten an meinen Inhalten effektiv nutzen können.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie einige Minuten Zeit finden, mir Ihre Meinung zu der von mir gewählten Vorgangsweise unter
Autor: Alfred Mörx; E-Mail:
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